CD "Ihr wolltet Spass"

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Nach drei Jahren gibt es jetzt endlich wieder ein neues Album. Es trägt den doppelbödigen Titel Ihr wolltet Spaß und steht ganz im Zeichen künstlerischer Freiheit. Für die beiden Vorgängeralben Tanzwut (1999) und Im Labyrinth der Sinne (2000) kombinierten die findigen Musiker die Genres Elektro, Rock und Mittelalter, für die aktuelle Scheibe lautete die Devise: Alles geht. Es gab keine Tabus, bestätigt Wim, wir haben das gemacht, worauf wir Lust hatten. Wichtig war uns nur, alle sieben mussten die Songs geil finden. Auf diese Weise gelangen Tanzwut krachende Rocker wie etwa der Opener Wieder da, zu dem man vorm geistigen Auge die begeisterten Anhänger wogen und toben sehen kann. Gnade ist eine schnelle Nummer, bei der Dudelsäcke und Gitarre sich ein spannendes Duell liefern. Vagorum kombiniert Beethovens Fünfte, die Vagantenbeichte aus der Carmina Burana, einen Text von Hildegard von Bingen mit krachendem Thrash Metal.

Zum frischen und variantenreichen Sound des Septetts haben sicher auch die neuen Mitglieder beigetragen. An der Sechssaitigen steht mit Patrick jetzt ein blutjunger Könner, der eine klassische Gitarristenausbildung absolviert hat. Am Schlagzeug sitzt mit Norri ebenfalls ein Spitzenmann, der bereits bei Depressive Age, K.d.A. und Dance Or Die die Felle gegerbt hat. Neben den Neuen stoßen Kollege A und Castus in die Dudelsäcke, Wim zupft den Bass, Tec bedient die Keyboards und Teufel - wir sagten es bereits - hat das Mikrophon fest im Griff.

Schon einmal hatten Tanzwut Klassiker frisiert, als sie eine Dudelsackversion von Beethovens Freude schöner Götterfunken mit Mephisto-Zitaten aus Goethes Faust vermählten. Dieser Song ist bis heute ein Höhepunkt ihrer Show, mit der sie sich zu Hause und im europäischen Ausland viele Freunde gemacht haben. Allein für Labyrinth der Sinne stiegen sie über zweihundertmal auf die Bretter, die für sie die Welt bedeuten. Die märkischen Spielleute sind süchtig nach der Straße, neben Tanzwut musizieren alle Sieben auch noch bei Corvus Corax. Hier domineren Dudelsäcke und Perkussionsinstrumente, während ihre Lieder auf historischen Notationen und alten Sprachen beruhen.

Trackliste:
1. Wieder da
2. Nein Nein
3. Der Traum
4. Meer
5. Zaubern
6. Für Immer
7. Fatue
8. Erdbeerrot
9. Ihr Wolltet Spass
10. Der Fluch
11. Gnade
12. Caupona



 

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